Unabhängig vom übrigen Weltgeschehen (man erinnere sich: der Generalsekretär der KPdSU, später Präsident der KPdSU und Friedensnobelpreisträger Michail Sergejewitsch Gorbatschow fordert mit "Glasnost" und "Perestroika" erfolgreich mehr Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit sowie eine Umstrukturierung der Sowjetunion und des gesamten Ostblockes und nicht zuletzt die Beendigung des kalten Krieges mit entsprechenden Auswirkungen auf den Verlauf der Weltgeschichte, der schwedische Ministerpräsident Olaf Palme fällt einem heimtückischen Attentat zum Opfer, die Explosion in einem Kernreaktor führt zur Katastrophe von Tschernobyl, die US-Raumfähre Challenger explodiert kurz nach dem Start, die USA werden vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen der Iran-Contra-Affäre verurteilt, Alphons Egli ist Bundespräsident der Schweiz, Heinrich Rohrer erhält den Nobelpreis in Physik, in Vancouver findet die Weltausstellung Expo 86 statt, Argentinien wird in Mexiko nach dem Sieg im Final gegen Deutschland Fussball-Weltmeister,) haben am 15. Mai 1986 eine Frau und 14 Männer im Hotel Churfirsten in Amden einen Jodelklub gegründet, welcher 3 Jahre später auf den passenden Namen "Bergfriede" getauft wurde.

Im Verlaufe der Zeit wuchs der Klub zu einer stattlichen Gruppe. Man trat dem Nordostschweizerischen und damit auch dem Eidgenössischen Jodlerverband bei, organisierte den 1. Jodlerabend und 1992 nahmen die Amdener erstmals an einem Jodlerfest teil. Nebst Jodlerabenden und Jodlerfesten gehören aber auch Gemeindeanlässe, Berggottesdienste und Vereinsreisen zu ihren mehr oder weniger regelmässigen Aktivitäten. Nach einem erfolgreichen Start folgten eher turbulente Zeiten. An Jodlerfesten hielt man nach drei Teilnahmen in der ersten Hälfte der 90er-Jahre leider meistens vergebens Ausschau nach den Amdenern. Die Gründe dafür waren offensichtlich recht vielfältig. Was jedoch heute nicht ist, kann morgen wieder werden. Wie hat doch ein berühmter Dichter geschrieben: "Schau vorwärts Werner, nicht hinter dich".

So haben sich die Amdener Jodler und Jodlerinnen traditionsbewusst, heimatbezogen und bodenständig einen Teil schweizerischen Kulturgutes pflegend ihren wichtigen Platz in der Gemeinde und in der Region gesichert und bis heute erfolgreich "Sorg gha drzue". Und wenn der letzte Abschnitt in der Chronik zum 25. Geburtstag auch umgesetzt und gelebt wird und kein Lippenbekenntnis bleibt, dürfte es eigentlich keine grösseren Hindernisse für die nächsten 25 Jahre geben.
Liebe Jodlerinnen und Jodler aus Amden, im Namen des Nordostschweizerischen Jodlerverbandes gratuliere ich Euch zum 25. Geburtstag ganz herzlich. Ich verbinde die Glückwünsche mit einem Dank: Danke für die langjährige Treue gegenüber dem Jodellied, dem heimatlichen Brauchtum und unserem Verband. Ich bin überzeugt, dass Ihr auch weiterhin einen Teil unseres Brauchtums treu und unverfälscht weiterpflegen werdet.

Ich wünsche dem Jodelklub Bergfriede Amden und allen Geburtstagsgästen ein schönes, in Erinnerung haftendes Jubiläumsfest und -jahr. Unvergessliche Erlebnisse und Begegnungen, wertvolle Freundschaften und echte Kameradschaft mögen Euch in die nächsten 25 erfolgreichen Jahre begleiten.

Ueli Walther, Präsident