Seit dem Jahre 1986 gibt es in Amden einen Jodelklub. Schon einige Zeit vorher war der Wunsch nach einem solchen bereits vorhanden. 
Dann ergriffen Alois Böni (Niederschlag), Marianne Gmür- Luchsinger (Hänsli), Roger Staub (Hinterstein), sowie Franz Thoma (Betlis), die Initiative einen solchen zu Gründen.
So wurde am 27. April 1986 im Hotel Churfirsten eine Versammlung für Interessierte einberufen und gleich einen Statutenvorschlag erarbeitet. Am 15. Mai 1986 fand die Gründungsversammlung wiederum im Hotel Churfirsten statt. 
14 Männer und 1 Frau,  nahmen daran teil. Der Statutenvorschlag wurde genehmigt. 
In den Vorstand wurden gewählt:


Als Präsident und Aktuar: Roger Staub (Hinterstein)

Vicepräsident: Franz Thoma (Betlis)

Kassier: Jakob Büsser (Sell)
Beisitzer: Josef Jöhl (Hüttli)

Revisoren: Kaspar Gmür (Gschwend) und Beat Gmür (Holzli)

Dirigentin: Marianne Gmür-Luchsinger (Hänsli)

Anschliessend genehmigte man das Taufwasser in Form von Weisswein gespendet durch den Wirt Siegfried Gmür- Boos. Als Probeabend legte man den Montag fest. 
Da viele Mitglieder Landwirte waren, legte man in den ersten Jahren jeweils eine Sommerpause ein. So traf man sich im ersten Vereinsjahr gerade mal zu 25 Proben. 
Die ersten öffentlichen Auftritte hatte der Klub am 6. / 20. und 27. Februar 1988 anlässlich des Theaters vom Jugendklub „Schibächnölli“. Am 11. März 1989 fand im Restaurant Holzstübli die erste Hauptversammlung statt. Es wurden Vorschläge für einen Namen eingeholt und man einigte sich dort auf den Namen Jodelklub „Bergfriede“.

Am 8. April 1989 führte der Jodelklub erstmals ein eigenes Chränzli im Hotel Churfirsten durch. Das Programm war mit den Liedern vom Chor, dem Duett Rösli Böni – Elisabeth Jöhl, einem Theater sowie mit der Tombola ein voller Erfolg. Die Männer trugen einheitlich gestickte weisse „Ammlerchütti“ und die Frauen die Gasterländer Werktagstrachten. 
Zum Tanz und Unterhaltung spielten „unsere“ Stockbergbuebe auf.
Seit 1990 gehört der Verein dem Nordostschweizerischen Jodlerverband (NOSJV) an. Der Antrag wurde 1989 während einer Probe gestellt.

Im Jahre 1991 gehörten dem Verein 18 Männer und 3 Frauen an. Präsident war von nun an Jakob Büsser (Sell). Zu dieser Zeit registrierte man rund 80 Passivmitglieder.
Das Vorwärtsstreben des jungen Vereins war gut daran zu erkennen, da man jetzt viele öffentliche Auftritte zu bestreiten hatte. So zum Beispiel an den 1. Augustfeiern bei Alpgottesdiensten, Älplerchilbi oder bei Hochzeiten. Das Ziel war auch eine Jodelmesse einzuüben. Dann anfangs Juli 1992 nahmen wir am Nordostschweizerischen Jodlerfest in Glarus teil. Für unser Wettlied erhielten wir die Note „sehr gut“ und stolz konnten wir in unser Bergdorf zurückkehren. Das gab auch viel Energie und Motivation für die Zukunft. Erstmals nahm der Klub darauf 1993 an einem Eidgenössischen Jodlerfest teil. Von Sarnen in der Inner-schweiz kehrte man mit der zufrieden stellenden Note „Gut“ heim. Der neue Dirigent Roland auf der Maur gab jetzt den Ton an.
Das Jahr 1994 war von zahlreichen schönen Auftritten geprägt. 
Die Teilnahme am Jodlerfest des NOSJV in Dietikon war der Höhepunkt. 
Aber auch der Vereinsausflug in den Gletschergarten Luzern blieb in bester Erinnerung.

Die folgenden Jahre können dann als Turbulent bezeichnet werden. 
Der Jodelklub musste einige Austritte und Dirigentenwechsel verkraften.  Am Dorffest von Amden 1996 war der Jodelklub mit einer Festwirtschaft beim Tempel erfolgreich tätig. Leider wurde dann der Alpgottesdienst auf Alp Strichboden abgesagt. 
In diesen Jahren wird auch festgehalten, dass Bussen eingeführt wurden für unentschuldigtes Fernbleiben bei Proben Fr. 5.-- und für zu spätes Erscheinen Fr. 1.--.
An der Hauptversammlung 1996 wird Wisi Böni zum neuen Präsidenten gewählt.

Im Jahr 1997 wird erneut ein neuer Dirigent gesucht, da Urs Troxler den Klub definitiv verlassen hat. Trotzdem konnte der Verein mit einigen Liedern die Geburtstags-Ständchen und den Erntedankgottesdienst verschönern. Der Probenbeginn wurde auf 20.30 Uhr festgelegt. Als man sich 1998 mit Fredy Brändli als neuen Dirigenten einigte, war ein markanter Neubeginn zu verspüren. Das Sommerfest am Freitag war mit dem Publikumsaufmarsch etwas harzig, dafür war das Festzelt am Samstag und am Sonntagmorgen beim „Ländlerzmorgä“ gut gefüllt.

Am 26. März 1999 anlässlich der Radiosendung „So tönts us Amdä“ durften wir live zwei Lieder zum Besten geben. Dann am 4. April konnten wir an unserem Chränzli sehr viele Gäste begrüssen. Ja es mussten sogar ein paar Leute unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren. Auch der traditionelle Alpgottesdienst auf der Vorderen Höhe und der Erntedanksonntag waren ein voller Erfolg.

Zum Chränzli mit Theater im April 2000 durften wir auch die Gäste vom Jodelklub Hirzel begrüssen, welche das Programm mit uns zusammen gestaltet haben. Es war wiederum ein fast voll besetzter Saal an diesem Abend. Unsere Auftritte an der Delegierten-Versammlung der Ziegenzüchter, an Hochzeiten und Parteiversammlungen rundeten das Jahr ab. Der neue Dirigent heisst von nun an Walter Sprenger.

Auch am Chränzli im Frühling 2001 war die Besucherzahl sehr erfreulich. 
Dem Gesang hätten ein paar Proben jedoch noch gut getan. Dann folgte ein relativ mühsames Jahr. Es waren nur wenige vollzählige Proben zu verzeichnen, sogar die Sommerpause wurde verlängert. Doch zum 15 jährigen Bestehen gönnte man sich einen Ausflug ins Kornhaus Burgdorf, sowie eine Schifffahrt nach Quinten. 
Die Neueintritte von Heinrich Thoma (Rotenstein), Idda Rüdisüli (Widi) und Rita Rüdisüli (Stocksitten) gaben dem Klub willkommene neue Impulse.

Im Jahre 2002 war der Bau des neuen Bühnenbildes für den Saal eine echte Heraus-forderung. Die ganze „Ammler“- Landschaft war siebenteilig und wurde gemalt von Heidi Böni (Riet). Ein wunderbares Werk war da entstanden. Es wurde ein Kulissen- und Materialverwalter bestimmt. Die Kosten beliefen sich auf rund  7000 Fr. Von der Gemeinde erhielt man lediglich 1000 Fr. was dem Verhältnis gegenüber den Behörden nicht eben förderlich war. Es gab deswegen einige ruppige Briefwechsel mit der  Gemeinde. Man einigte sich auf einen Mietpreis von 500 Fr. für Ammler Vereine  werden 200 Fr. verrechnet. 


Von nun an war der Klub wieder in das kulturelle Leben von Amden zurückgekehrt.
Der Austritt von Elisabeth Jöhl im 2003 und die Rücktrittsgedanken von Wisi Böni als Präsident beschäftigten den Klub. Die Demission von Wisi wurde jedoch noch einmal
rückgängig gemacht. In diesem Jahr war auch ein Thema, den Tempel als Vereinslokal zu nutzen, dies wurde jedoch aus verschiedenen Gründen verworfen. Das Jahr 2004 brachte ausser dem Alpgottesdienst auf der Vorderen Höhe kaum Auftritte. 
Auch der Chränzli- Besuch liess zu wünschen übrig. 
Dazu kam der Todesfall von Daniel Bachmann (Aeschen) aus unseren Reihen.

Am 1. Januar 2005 durften wir erstmals für den Skiclub den Wirtschaftsbetrieb im Saal anlässlich der Skichilbi durchführen. Das war erfreulich und auch unsere Klubkasse konnte etwas aufgebessert werden. Unser diesjähriges Chränzli konnte sich sehen lassen, und die Besucher waren sehr zufrieden mit den gebotenen Darbietungen. 
Der Höhepunkt war dann der Auftritt am Rickenschwingfest und im Herbst wurde zu einem Vereinsausflug zur Rodelbahn nach Churwalden eingeladen. 
Der Klub ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den Präsidenten Wisi Böni.

An der Hauptversammlung 2006 wird Golser Wolfgang zum neuen Präsidenten gewählt. Es wird beschlossen, neue und einheitliche schwarze Hosen bei der Firma Roos in Uster zu beschaffen. Auch die Frauentrachten werden erneuert und mit einem Beitrag von Fr. 500.00 unterstützt. Sogar die Gemeinde gibt einen Zuschuss; zwar lediglich 
Fr. 250.00. Der Höhepunkt des Jahres war die Teilnahme am Zentralschweizerischen Jodlerfest in Einsiedeln. Auch da kam es zu einer guten Klassierung mit der Note 2.

Im Jahr 2007 wurde das Chränzli gemeinsam mit dem Jodelklub Niederurnen bestritten. Es wurde in diesem Jahr auch beschlossen, gemeinsam mit Niederurnen eine CD zu produzieren. Die Vereinsreise in den Europapark Rust wurde abgesagt, dafür entschied man sich für einen Besuch im Fliegermuseum in Dübendorf. 
Erstmals wird ein Auftritt am Plauschschwingfest in Amden erwähnt.
Im Jahre 2008 wurde kein Chränzli durchgeführt, dafür ein Unterhaltungsabend mit Diana. Es war uns nur ein mässiger Erfolg beschieden. 
Dann wurde die Produktion des Tonträgers in Angriff genommen. Auf der CD sind nebst den beiden Jodelklubs auch das Schwyzerörgeli- Duo Älplergmüet aus Schänis und die Einheimischen „Stockbergbuebe“ zu hören. Verantwortlicher Produzent war René Wicki. Die CD erhielt den Namen „Urchigi Kläng vo Berg und Tal“. Es wurden 750 Stück CD zum Preis von rund Fr. 10'000  bestellt. 
Die CD-Taufe folgte im Herbst an der Glarner Messe im SGU. Als CD-Götti amtete Richi Bolt, Mitglied des Jodelklub Bergfriede und Mount Everest Bezwinger.

An unserem traditionellen Chränzli 2009 durften wir vor einem vollen Saal unsere Lieder zum Besten geben. Das Theater (ein Lustspiel) war ein voller Erfolg. 
Unsere Theaterspieler brachten das Publikum des Öfteren zu echten Lachanfällen. 
An der folgenden Hauptversammlung kam es zur Wahl eines neuen Präsidenten, Kari Gmür (Aeschen) wurde in den Klub aufgenommen und gleich zum Präsidenten gewählt. Ebenfalls neu in den Jodelklub aufgenommen wurde Brigitte Gmür (Kloos) und im laufe des Jahres Heidi Böni (Riet).
Im Frühjahr kam es dann auch zur Ablösung unseres langjährigen Dirigenten Walter Sprenger. Rita Rüdisüli ist seit seinem Rücktritt für die musikalische Leitung verantwortlich. Eine echte Herausforderung stand uns bevor.

Doch die folgenden Auftritte 2010 konnten wir mit Bravour bestehen, es waren dies, die Hauptversammlung der Raiffeisenbank, die Hochzeit unserer Jodlerin Idda Bohl- Rüdisüli und auch der Erntedanksonntag. Die Vereinsreise führte uns heuer mit einem urchigen Gefährt über die Vordere Höhe ins Toggenburg, wo wir einen vergnüglichen und heissen Sonntag erleben durften. 
Der Höhepunkt war aber sicher die Abendunterhaltung im Dezember. Zusammen mit der Musikgesellschaft Amden konnten wir die Besucher mit dem neu einstudierten Lied „Gwitternacht“ und dem bewährten „Steimandlijutz“ begeistern.
 
Nun schreiben wir das Jahr 2011. 
Es ist Zeit am 25. September 2011 unseren 25. Geburtstag zu feiern.
25 Jahre sind vergangen seit der Gründung unseres Vereins. Eine kurze und doch lange Zeit.  Es ist Zeit, um Rückblick und Ausschau zu halten. 
Zeit, um die guten Erinnerungen noch einmal aufleben zu lassen; - und Zeit, eben diese Memoiren zu schreiben.

Unser Dank gilt all jenen, die für den Jodelklub Bergfriede Amden stets ihr bestes gegeben haben. Im Besonderen unseren Ehrenmitgliedern Rösli und Wisi Böni. Nicht vergessen wollen wir die musikalischen Leiter, alle Ehemaligen, Aktiv- und Passivmitglieder und die vielen Sponsoren, die uns immer wieder wohlwollend unterstützt haben.

Wir wollen Sorge tragen, dass der Verein weiter bestehen und wachsen kann. 
Wir wollen die traditionelle schweizerische Eigenart und das Kulturgut, den Jodelgesang pflegen. Wir begegnen einander mit Wertschätzung und sorgen für eine edle Kameradschaft. So haben wir Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten und schauen mit Zuversicht auf die kommenden Jahre.

August 2011 /KG